#56 picky eating & ARFID
Shownotes
In unserer neuen Folge des Podcasts "Zeit für mich" dreht sich heute alles rund ums Essen. Im Detail erklärt die Diätologin Lena Gießwein alles, was es über Ernährungstherapie bei Picky Eating und ARFID zu wissen gibt. Mich hat besonders auch der Unterschied zu einem "wählerischen Essverhalten" und einer behandlungsbedürftigen Essstörung interessiert. Wie erkennt man denn das bei kleinen Kindern? Was kann ich in einem solchen Fall tun? An wen kann ich mich wenden?
Hör rein und ganz konkret bietet Lena Gießwein eine Workshopreihe zu diesem Thema an, und zwar in St. Pölten am 7., 15. und 21.5. von 15:00 - 16:30 Uhr im Frauenzentrum St. Pölten. Hier gehts zu den Details 👉 https://kikudoo.com/lieblingsesser/courses/ERN9lE
Im 2. Teil von Zeit für mich stellt uns Lena eine praktische Übung zum Schärfen der Sinne vor - mach gleich mit!
Wir erscheinen an jedem 1. im Monat mit wunderbar spannenden Themen, die stets einen Diversitäts-Bezug haben. Zur Sprache kommen dazu Menschen aus St. Pölten.
Wir freuen uns über dein Abo!
👉 Die Video-Version von Zeit für mich erscheint auf https://www.youtube.com/@christinakiehasgesundheisyoga/videos
👉 Die Audio-Version findest du hier: https://zeit-fuer-mich.podigee.io und natürlich überall, wo es Podcasts gibt
Unser Podcast wird auch über das City Radio St. Pölten ausgestrahlt - mega, oder? Immer samstags von 17 bis 18 Uhr 👉 https://www.cr944.at
Moderation: Christina Kiehas | YogenaYoga |
- http://www.yogena.at
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- https://www.facebook.com/YogenaYogaYogatherapie/
Kooperation: Büro für Diversität der Stadt St. Pölten
- Martina Eigelsreiter
- https://www.facebook.com/diversity.stp
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Zu Gast: Diätologin Lena Gießwein
- lenagnutrition.jimdo.com
- https://www.instagram.com/ernaehrung_mit_lena
- Podcast: "Health´s Kitchen" - https://cba.media/709094
- Kontakt: lena@lieblingsesser.com
Musik: Herz – Arctic | Helge Waldherr
- https://www.instagram.com/helgewaldherr
Sprecher Intro: Bernhard Kiehas
- https://www.instagram.com/bernhardkiehas
Herzlich,
Christina Kiehas
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Transkript anzeigen
00:00:03: Zeit für mich, ein Podcast für Entspannung
00:00:06: und Achtsamkeit von Christina Kias in Kooperation mit dem
00:00:10: Büro für Diversität der Staatsanpulpen.
00:00:16: Ein herzliches Hallo!
00:00:18: Schön dass du wieder mit dabei bist beim Podcast Zeit Für Mich.
00:00:23: Zu Gast ist heute Lena Gisswein und sie ist die Ethologin mit Schwerpunkt auf Ernährungstherapie bei Picke-Eating & Arphit?
00:00:37: Ja Da werden wir gleich erfahren von dir, was das bedeutet.
00:00:43: Im Grunde genommen geht es darum dass Kinder da jetzt mehr als wählerisch sind beim Essen und dass sie sich durchaus um eine Behandlungsbedürftige Störung beim Essen handeln.
00:00:58: Magst du uns dieses Kürzel mal erklären?
00:01:02: Gerne!
00:01:03: Also Arvid ist ein englischer Abkürzung für den englischen Term der für die Diagnostik dieser S-Störung benutzt wird, nämlich für avoidant restrictive food intake disorder.
00:01:19: Also es ist auf Deutsch übersetzt eine vermeidend restriktive S-Sstörung eigentlich sogar nur Nahrungsaufnahmestörung Und die betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene wenn es eben nicht behandelt wird oder nicht so gut behandelbar ist.
00:01:40: Da können verschiedenste Hintergründe dahinter stecken.
00:01:44: das ist eben nicht aufgrund der Erziehung der Eltern so der Fall Sondern es ist wirklich eine Essstörung.
00:01:53: die kann von Anfang an schon ab dem Beikostalter bestehen.
00:01:59: das kann daran liegen, dass die Kinder vielleicht Angst haben vor unangenehmen Folgen oder gefährlichen Folgen der Nahrung.
00:02:08: Das kann Gründe haben, dass sie es schon mal erlebt haben zum Beispiel Börner Allergie oder Verschlucken Erstückungsängste oder Zahnschmerzen Mandel-OPs so schmerzhafte Erlebnisse.
00:02:23: Es kann aber auch sein, dass es einfach ohne Grund diese Angst da ist, wie bei einer Angststörung.
00:02:30: Dann gibt es nur den Grund dass die Kinder sehr wenig Hunger verspüren also sie spüren ihren Körper nicht so gut und die haben dann auch weniger Interesse am Essen.
00:02:42: das kann ein weiterer Grund sein.
00:02:44: Und einen dritten Grund gibt's dann Ahno.
00:02:48: Also wir haben jetzt gehabt Angst vor den Folgen
00:02:57: Wie schlechten Äste sozusagen?
00:02:59: Die, die wenig Hunger haben und weniger Glareste am Essen.
00:03:03: Und dann kann es auch noch einfach dieser Ekel sein oder dieses unangenehme Gefühl das nicht aushalten zu können im Mund oder auch schon den Geruch oder die Geräusche beim Essen oder diese Empfindungen im Mund eben oder dem Geschmack also die sensorische Wahrnehmung unerträglich, dass sie manche Lebensmittel besonders konsistenzen oft nicht im Mund aushalten.
00:03:36: Das erinnert mich ein bisschen.
00:03:37: ich war Zeitlung in Indien und danach habe wirklich viel Ekel empfunden.
00:03:44: Ich konnte jahrelang keine Eier essen zum Beispiel.
00:03:49: Also hat sich dann wieder bereinigt aber das war sicher zehn Jahre?
00:03:57: hat es da schlechtes Erlebnis mit den Eiern gegeben oder?
00:04:00: Nein, das war einfach die Hygiene.
00:04:03: Die dann wirklich dazu geführt hat... dass es mir geegelt hat vor gewissen Lebensmitteln.
00:04:10: Es ist auch immer so ein guter Vergleich in deren es jetzt etwas was weiter wegliegt also asiatische Länder, die essen ja oft ganz andere Dinge als wir.
00:04:23: Krokodil statt Spanferkel oder gebackene Würmer, oder Spinnen.
00:04:32: Und das nimmt man da ganz gerne als Beispiel für diesen Eke den ganz kleinen Kinderempfinden vor Lebensmitteln die sie noch nie gegessen haben oder mit denen sie vielleicht ein negatives Erlebnis hatten.
00:04:45: Das können wir Erwachsenen uns schlecht vorstellen bei Lebensmittlen die ja ganz banal sind wie Kartoffelpüree.
00:04:54: Ich kann mir das gut vorstellen.
00:04:59: Das war in Spanien, habe ich jemanden kennengelernt und der hat dann gesagt I don't like the texture.
00:05:05: Also genau
00:05:08: dieses Gefühl.
00:05:09: Ja
00:05:10: genau.
00:05:11: Und ich glaube es gibt ja auch einen Zusammenhang zum Beispiel mit Artismus oder?
00:05:21: Auch oft!
00:05:24: Artismus-Spektrum-Störungen, die sind ja ganz oft behaftet mit diesen... ich brauche ganz klare Strukturen und beim Essen gehen dann oft nur die Lebensmittel, die wirklich immer gleich schmecken.
00:05:40: Das ist nicht bei jeden Artisten, bei jeder Artistin so aber schon sehr oft zu beobachten dass es eben dann so klare Linien auch braucht bei Geschmack, bei Verpackung manchmal sogar.
00:05:54: Also viele Eltern verzweifeln wenn die Lebensmittelhersteller die Verpackungen verändern oder eine Marke irgendwie auf einmal nicht mehr die Tickennuggets produziert oder die jetzt den Dino formen und niemand mehr rund.
00:06:08: diese kleinen Details schrecken dann schon manche ab weil sie so klaren Vorstellungen haben von dem Essen das hier als sicher empfinden
00:06:17: Verstehe.
00:06:18: Ah, das hat was mit Sicherheit zu tun!
00:06:20: Da können wir vielleicht auch gleich auf die Ursachen kommen?
00:06:26: Ja, die Ursache ist ewig schon gesagt.
00:06:29: Manches ist schwer greifbar wie dieses Nicht-Aushalten-Können also sehr, sehr sensibel im Mund sein oder im Geruch im Mundgehör generell Also alles, was durchs Essen irgendwie angesprochen wird in diesem Sinne dass da Hypersensibilität da ist.
00:06:49: Aber es kann sogar das Gegenteil sein, dass man sich schlecht spürt hier... ...dass man extreme Reize braucht zum Beispiel extrem harte, crunchy Lebensmittel oder sehr scharfe Lebensmittel, oder sehr kalte und warme.
00:07:13: In was für einem Alter entwickelt sich das meistens?
00:07:17: Das kann, wie gesagt schon ab der Beikostreife sein.
00:07:20: Also wenn es wirklich diese... vielleicht auch nicht nur aber vor allem wenn es diese Empfindlichkeit betrifft, kann das wirklich schon auch Abgeburt bestehen, dass Probleme beim Stillen gibt oder wenn da Hunger schlecht gespürt wird.
00:07:35: Wobei Hunger ist so was, das entwickelt sich auch erst.
00:07:40: Also Hunger haben wir nicht ab Geburt an automatisch sondern wir lernen die Fähigkeit, Hunger zu spüren.
00:07:50: Interessant!
00:07:50: Das herrst du jetzt im Hintergrund wahrscheinlich oder?
00:07:53: Nein das passt.
00:07:56: Ja danke dass du dir da eben auch Zeit nimmst obwohl du im Urlaub bist.
00:08:00: Das müssen wir ja gleich dazusagen, gell?
00:08:02: Ja darum geistert dahinten nur wer aufgrund ist.
00:08:05: Ich habe noch
00:08:07: nichts.
00:08:07: Weil ich finde es ganz interessant, ich beobachte es bei meinem Neffen Der hat mehr so Detenten, ich sage immer bis der kleiner Stopfer.
00:08:17: Also... Der muss
00:08:18: das spüren sagen?
00:08:20: Die Fülle im Mund vielleicht?
00:08:22: Ja, vielleicht oder auch weil es war zuletzt wirklich so es kam alles gleich wieder danach raus.
00:08:31: Und auch sowas wenn man sich häufig übergeben muss können wir Erwachsenen sicher eher nun auch vollziehen.
00:08:37: Wenn ich mich oft übergeben habe, vielleicht nach einem bestimmten Lebensmittel dann ist er auch nicht mehr so gern.
00:08:44: Das ist klar, ja?
00:08:46: Aber vielleicht kann ich den Unterschied erkennen ob das jetzt sozusagen schon eine Störung ist
00:08:53: oder
00:08:54: ob es normal klingt.
00:08:58: Ja!
00:08:59: Es gibt unbedenkliches Piggy-Eating sagt man da oder wählerisches Essverhalten.
00:09:06: Es ist teilweise auch von Natur aus so vorgegeben.
00:09:11: So um den zweiten Geburtstag herum sind ganz viele Kinder auf einmal wählerischer als davor.
00:09:17: Das höre ich ganz oft in Beratungen, auch bei der Baikost.
00:09:21: da hat es alles gegessen das Kind, da gab's keine Probleme und dann zu eineinhalb zwei Jahre bis alt geworden ist, da hat sich die Lebensmittlauswahl eingeschränkt.
00:09:35: Ist oft auch ein Beginn auch von der Essstörung auf wird, aber auch ein ganz natürlicher Schutzmechanismus.
00:09:47: Mein Schutzmechnismus!
00:09:52: Es ist auf den Beginn dieser Essstörungen aber eben auch auf der ganz normale vorgegebene Phase um uns zu schützen weil Kinder mit zwei Jahren schon eher mobil sind die laufen ja schon relativ sicher herum die können sie weiter wegbewegen von den Eltern.
00:10:12: Und da ist es von der Natur so vorgesehen, dass sie nicht alles was sie finden in den Mundstecken und essen sondern das sie nur mehr die Lebensmittel essen wie Sie schon sicher kennen und die sie ganz oft gesehen haben und gerne isst.
00:10:28: Spannend ja ist eigentlich...
00:10:31: Ja hier kann's oft schon also die Erziehung oder Beziehungen der Eltern und des Umfeldes die Problematik verstärken.
00:10:42: Weil es wäre ja eine natürliche Phase, wo wir uns keine Sorgen machen sollen und wo wir einfach das wenig zum Thema machen sollten dass das Kind jetzt wählerischer ist dann hat's das mal heran.
00:10:56: Aber wenn das Kind sehr leicht ist oder vielleicht eh schon im unteren Gewicht leichter als die Kindergartenkollegen, die Gleichaltrigen Dann machen sie Eltern natürlich schnell Sorgen, weil mein Kind ist jetzt so wenig und ist so eingeschränkt.
00:11:13: Oder wenn das Kind normalgewichtig ist oder vielleicht sogar mehr gewichtig?
00:11:18: Und die Eltern haben Angst dass es nicht ausgewogen genug ist, dass sie so einen Druck verspüren, das Kind gesund ernähren zu müssen auch da verstärken Sie dann leider oft bewusst oder unbewusst diese ja diese wählerische Entwicklung weil sie wollen ja, dass das Kind jetzt was anderes ist und so entsteht dann Druck.
00:11:42: Auch wenn Sie es vielleicht ganz nett zu verkaufen versuchen so Ja schau, das schmeckt ja wie das andere, das du schon kennst.
00:11:49: na kost einmal, kost einmal ein bisschen für die Mama.
00:11:55: Das sind Dinge, die vielleicht nicht mit Druck erscheinen auf den ersten Blick aber es ist doch fürs Kind eine Erwartung, die dann entsteht.
00:12:05: Boah, meine Eltern hätten mich vielleicht lieber oder die Oma hätte mir lieber wenn ich mehr essen würde.
00:12:12: Aber ich kann es irgendwie gerade nicht.
00:12:15: Oder ist das auch so noch nie Bedürfnis dahinter?
00:12:19: Und dann lass' ich mal erst recht nicht reinreden!
00:12:21: Na jetzt will ja aus Prinzip nur mehr die Spaghetti mit Butter Jetzt kommt mir da absolut keine Sauce dazu, wenn du mir die so aufdrängen wirst.
00:12:32: Das heißt in der Phase wäre super wichtig dass Eltern das mit Ruhe, mit Gelassenheit über sich ergehen lassen.
00:12:41: Dass das Kinder derzeit lang nicht das ist was sie wünschen würden auch wenn es bei der Beikost vielleicht schon gegessen hat und wenn die Phase nicht vergeht.
00:12:53: Das ist jetzt schwer einzuschätzen.
00:12:55: aber ich würde mal sagen wenn's tendenziell eher weniger Lebensmittel werden also von der geringen Auswahl dann nochmal welche wegfallen oder länger als ein Jahr besteht, da ist auf jeden Fall eigentlich nicht nur nach einem Jahr.
00:13:17: Wenn die Eltern sie wirklich unsicher fühlen dann können es auf jeden fall auf Unterstützung bestehen.
00:13:24: Es ist ja leider in Österreich so dass Ernährungsberatung auch von Diätologinnen nicht Kassen finanziert wird.
00:13:31: und wenn man wohin kommt wo's Kassen?
00:13:34: dann hat man meistens nicht die spezialisierte Kindertirtologin vor sich sitzen, sondern eine, die das breite Spektrum an Ernährungstherapien umsetzen muss.
00:13:45: Also von null bis hundert Jahren!
00:13:49: Und gerade bei ARFIT, wenn es denn die Essstörung wäre, ist es wichtig, dass man, wen erwischt der oder die sensible ist.
00:13:56: und da gibt's eben die Logopädinnen, die Ergotherapeutinnen, Bei den Kinderärzten, Ärztinnen muss man sie da oft wirklich durchsetzen als Eltern.
00:14:09: Also hier wird die Problematik oft noch nicht ernst genommen leider weil es ist ja eine normale Phase.
00:14:18: aber wenn die Eltern schon sehr beunruhigt sind und an dieser Druck entsteht dann wird das meist von allein nicht besser.
00:14:25: Und wenn diese Phase jetzt schon mehr als ein Jahr dauert Ja dann ist die Wahrscheinlichkeit groß dass es nicht von alleine vergeht und dass es sich vielleicht ja doch um eine Essstörung handelt.
00:14:40: Und wie stehen dann die Chancen?
00:14:43: Ich kriege jetzt wirklich Beratung und lerne vielleicht auch damit, umzugehen als Elternteil das sich da was verändert.
00:14:52: Sehr groß!
00:14:53: Also, dass sie die Problematik, die die Eltern sehen verändern, das wird langsam Stück für Stück so passieren.
00:15:04: Aber was wir alle Eltern berichten, es nimmt irrsinnig den Druck raus!
00:15:09: Wenn Ihnen jetzt eine Fachperson ausrechnet?
00:15:11: Was ist der Bedarf des Kindes theoretisch?
00:15:15: Deckt das denn durch die aktuelle Lebensmittelauswahl ab?
00:15:19: Das ist schon mal der erste wichtige Schritt.
00:15:21: Ist die Energie abgedeckt oder müssen wir vielleicht etwas anreichern, Trinknahrungen für Zeitlang einsetzen damit das Kind zunehmen kann wenn's im Untergewicht?
00:15:32: Und dann auch noch diese wichtigen Punkte wie, wie vermeide ich Druck am Ess-Tisch?
00:15:38: Wie verkaufe mein Kind wirklich Gemüse?
00:15:41: ganz oft natürlich als interessant.
00:15:44: Das beginnt nicht am Ess Tisch das beginnt vielleicht am Markt oder im Garten oder im Bilderbuch oder im Video.
00:15:51: also da denken Eltern oft zu eingeschränkt nur an dieser Mahlzeit in Situation und nicht weiter dass Kinder eigentlich durch Spielen lernen Erkunden, durchs Erforschen und nicht erst bei der Mahlzeit wenn es am Tisch am Teller vor einem liegt.
00:16:09: Da ist das schon zu nah.
00:16:11: Sondern wenn ich das irgendwo weit weg beobachten kann dann kann ich mir langsam damit sicherer fühlen.
00:16:19: Und diese Strategien bekommen Eltern heute in den Beratungen auch ganz passend zu ihrer Situation.
00:16:26: Wenn man das Schritt für Schritt umsetzt So beginnt sie nicht überfordert, sondern wirklich mal nur den Druck am Ess Tisch rausnimmt und dann nach ein paar Wochen wieder bespricht.
00:16:35: Und dann vielleicht die Strategien verwendet um neugierig zu machen.
00:16:41: Dann hat es viel mehr Wahrscheinlichkeit das dir die Problematik auch verbessert als wenn man jetzt die fünf Top Tips von Instagram verwendete wie du deinem Kind Gemüse unterschummeln kannst.
00:16:53: weil es geht ja ganz viel um Vertrauen dass das Kind vertrauen kann darauf, dass das Essen sicher ist und dass ihm da nichts untergeschummelt wird.
00:17:04: Hat
00:17:04: er so sehr viel mit dem Nervensystem anscheinend zu tun?
00:17:08: Ja ganz bestimmt weil hier ist ja nicht nur das Nervenystem der Kinder gestresst sondern fast von allen die mit am Tisch sitzen bei der Mahlzeit.
00:17:19: es ist Essen einfach für diese Familien oft schon nix Schönes mehr.
00:17:26: Und Ich denke mir, ich meine du hast das jetzt schon angesprochen.
00:17:30: Da entsteht ihr sinniger Druck jetzt auf beiden Seiten.
00:17:35: aber natürlich könnte man verstehen es ist ja auch belastend wenn man hat Angst dass das Kind unterernährt ist.
00:17:43: Ich denke so der soziale Komponente vielleicht das Gefühl hat man... Ich kann das Kind dort gar nicht hinschicken weil
00:17:51: Kindergarten, Besucher Restaurants
00:17:55: Genau Ja, also wenn das so sein sollte dann bist du eine gute Adresse, sagen wir mal.
00:18:07: Hast du vielleicht noch einen ganz konkreten Tipp den du gerne mitgibst?
00:18:16: Sicher den Tipp vor allem dass man sie nicht erst Hilfe holen muss oder darf wenn Ersteuerung diagnostiziert wird.
00:18:30: In Österreich ist es eh.
00:18:35: Eigentlich vergnügen, wenn man sich so eine Beratung holt zur Gesundheitsförderung.
00:18:40: Das heißt mein Kind ist nicht unbedingt krank, wenn ich zu einer Beratungen gehe.
00:18:45: Ich hole mal meine Absicherung für meine jetzige Situation.
00:18:50: ein Einschätzung.
00:18:51: erfachlicher
00:18:55: Dankeschön!
00:18:57: Ganz interessant ist es auch, in Kooperation im Büro für Diversität der Stadt St.
00:19:03: Bölten hast du ja gleich drei Termine und zwar geht's da meine kostenfreie Workshopreihe die nennen sich Food Explorer Sessions Für Kinder mit ARFIT und selektiven Essstörungen Im Frauenzentrum in St.Bölten.
00:19:21: Und sonst muss da bis zu was erzählen.
00:19:25: Ja, das hat sich ganz gut ergeben.
00:19:28: Weil eben die Leiterin vom Büro für Universität selbst sie da gut hineinversetzen kann in den Kindern mit sehr selektivem Essverhalten.
00:19:37: und wir haben ja auch das Ambulatorium Sonnenschein in Sankt Pölten.
00:19:42: hier tritt es auch gehäuft auf dass einfach mit Artismus Spektrum Störung oder ADHS diese Problematik des wenigessens des selektiven Essens oft auftritt.
00:19:54: Und einerseits, wie schon gesagt, der Druck amästisch sollte einmal rausgenommen werden.
00:19:59: Da sind die Eltern gefragt und dann gibt es abseits der Mahlzeiten die Möglichkeit eben durch so Food Exploring Sessions wirklich die Kinder abzuholen und neugierig zu machen auf Lebensmittelerkundung außerhalb des Mahlzeitens.
00:20:16: Das heißt wir haben bei den drei Terminen wirklich Aufgaben vorbereitet die die Eltern und Kinder da gemeinsam bewältigen sollen dürfen.
00:20:27: Es sind Aufgaben, die Spaß machen wie irgendwas basteln, auffädeln, anordnen Landschaften bauen und das eben mit Lebensmitteln was man zu Hause wahrscheinlich nie machen würde.
00:20:42: Und hier nehmen wir uns jetzt mal die Freiheit dass wir Lebensmittel als Therapiematerial verwenden.
00:20:51: Das ist ein bisschen so, mit Messen spürt man ja aber in dem Fall.
00:20:54: In diesem Fall kannst du helfen.
00:20:57: Kannst einmal die erste Angst nehmen vor dem Reis oder vor dem Kartoffelpüree?
00:21:03: Oder auch vor dem Gemüse wenn man das mal mit der Hand zerdrücken darf oder irgendwie bearbeiten darf nicht nur im Mund.
00:21:13: Ich denke vielleicht also ein bisschen das Mitkochen.
00:21:18: Ich habe beobachtet schon, dass das großes Interesse weckt.
00:21:22: Wenn da was am Herd geschieht oder mal etwas schneiden lassen
00:21:27: und mitgewirken
00:21:28: lassen.
00:21:29: Schon bei manchen Kindern also manche interessiert es gar nicht ich aber auch oft von Eltern die Kinder mit Alfit haben das die wahnsinnig gerne mit kochen.
00:21:39: trotzdem sie essen es halt nicht.
00:21:41: Sie füttern vielleicht sogar die Geschwister oder die Kuscheltiere Aber sie kochen oft schon gerne mit.
00:21:49: und natürlich jedes Erlebnis mit dem Lebensmittel, wie ihr das bearbeiten kann.
00:21:55: Wie die Form verändert, seine Konsistenz verändert, den Geruch verändert, wie man es mit Gewürzen verändern kann oder mit dem Bürirstab.
00:22:05: Das hilft absolut mit des Lebensmittels optisch und haptisch besser kennen zu lernen!
00:22:13: Und so können wir es schon besser einschätzen, bevor wir's in unseren Mund lassen.
00:22:19: Und vom Alter her bei diesen Sessions ist das auch total offen.
00:22:24: Da können Kinder mit zwei Jahren genauso schon mitmachen wie volksche Kinder, Mittelschul-Kinder.
00:22:36: Verstehe.
00:22:39: Eben noch eine offene Frage... Kann es sein dass das genetisch bedingt ist?
00:22:48: Ja, es ist schon oft... also das was ich beobachte in den Beratungen.
00:22:52: Ich frage natürlich auch immer ab wie sind die Eltern?
00:22:56: Wie sind die Großeltern rund ums Essen?
00:22:58: Gibt's da jemanden der so hagelig und anführungszeichen war?
00:23:03: Und meistens schon!
00:23:05: Meistens gibt's einen Elternteil, der das recht gut nachvollziehen kann und einen Elternteil, dass er denkt, was ist denn da verkehrt?
00:23:12: Warum geht das
00:23:13: nicht?!
00:23:14: Also ist sicher etwas dabei, was vererbt wird.
00:23:20: Es gibt natürlich Beobachtungen, was steckt hinter RFID?
00:23:24: Was steckt dahinter in diesem selektiven S-Verhalten?
00:23:27: und man nimmt an das es mit der Genetik auch zu tun hat aber sie ist noch so weniger erforscht dieses Thema.
00:23:37: Es ist ja erst als Diagnose in diesem Diagnosekatalog seit So, da sind elf, so da sind dreizehnt.
00:23:47: Da hat sich das erste eigenständige Störungsbild gezeigt oder wurde von einer Medizin definiert und kann jetzt diagnostiziert werden.
00:23:58: Davor war es unter Entweder Angststörung oder sonstige Ess- und Fütterstörungen so hingestellt.
00:24:07: Okay, wie ich habe gesehen wird schon sehr klar von einer Essstörung quasi abgedreht.
00:24:15: Es ist auch unter Kategorie.
00:24:20: Auch bei uns, wie ich in die FH gegangen bin für Diätologie, da war von S-Störungen nur die Rede... Natürlich gibt es die restriktiven S-Sstörungen um abzunehmen, die meist auch was mit dem Körperbild zu tun haben oder es gibt so Emotionsbefältigungen das man zu viel isst weil es irgendwie anders schlecht geht.
00:24:41: Aber diese Fütterstörung, die war da noch kein Thema bei mir.
00:24:46: Und ich habe es im Jahr zwei Tausend Sechzehn abgeschlossen und in deutschsprachigen Raum verbreitet sie das Wissen ja immer ein bisschen langsamer als im Englischsprachling.
00:24:57: Das heißt, dass ist einfach da noch nicht im Lehrplan gewesen.
00:25:01: Habe ich erst dann in der praktischen Arbeit entkennen gelernt?
00:25:06: Dass das wirklich ein psychiatrisches Störungsbild ist was unter die Kategorie Es Störung fällt, es Störung Fütterstörungen sagt man auch weil es heute noch sehr junge Menschen oft betrifft.
00:25:18: Aber es kann auch viel genauso im erwachsenen Alter noch bestehen.
00:25:25: Das, was ich auf deinem Instagram Profil mehrfach beiträge bemerkt habe.
00:25:33: Dass es auch vielfach um die Sprache geht wie ich dann mit dem Kind redet das jetzt zum Beispiel nicht so wie ich gleich eingangs noch bis der schlechter ist.
00:25:43: Wie kann man da vielleicht Worte finden oder keine Worte?
00:25:50: Meistens muss man sich Worte einfach nur verkneifen und dann hilft's schon!
00:25:55: Und wenn das wirklich ein Problem ist in der Familie mit dem wählerischen selektiven Essen, dann können sie die Eltern ja auch mal eine Zeit lang selbst beobachten.
00:26:06: Sorge sowas wie schlechter guter Esser im Vergleich mit gleichhaltrigen oder mit Geschwisterkindern.
00:26:12: Sage, der isst brav!
00:26:13: Oder jetzt hast du brav gegessen?
00:26:16: Brav zusammengessen dieses Essen vom Verhalten oder vom... wie sagt man den?
00:26:25: dass man es nicht als was Belohnenswertes sieht oder etwas, das man schlecht machen kann.
00:26:31: Essen ist neutral.
00:26:34: Man isst wie man isst und das wird nicht kommentiert.
00:26:39: Das wäre einfach das Ideal!
00:26:41: Nicht nur für Kinder mit dieser Essstörung sondern genauso für Leute die sich nicht wohlfühlen in ihrem Körper.
00:26:47: da tut's auch weh wenn jemand sagt wow jetzt hast du aber ordentlich zugelangt quasi kein Wunder, dass du zu dick bist.
00:26:55: Weil du ist ja immer zu viel.
00:26:58: Dass solche Kommentare kommen oder auch Kommentare zum Körperbild.
00:27:04: Das habe ich schon bei Eltern auch erfragt.
00:27:08: was tut ihnen denn weh und was glauben sie das den Kindern wehtur?
00:27:11: Und es sind schon allein diese Sätze wie Du musst essen, dass groß und stark wirst.
00:27:17: Man du bist aber zu hart, kriegst nichts zum Essen daheim!
00:27:22: gar nicht nur die Eltern gefragt sind, sondern eigentlich das ganze Umfeld.
00:27:27: Aber ich habe es gesehen unter Facebook-Kommentaren des Verständnisses des Umfeldes wenn in deren Umfeld vielleicht keine Essstörung ist oder sie das nie erlebt haben so im nahen Umfeld.
00:27:42: Das ist leider oft nicht gegeben dieses Verständnis.
00:27:45: Da ist eher der Ersatz alle verwöhnt.
00:27:49: Ich glaube, es bezieht sich nicht nur aufs Essen.
00:27:52: Man hat so dieses wie erziehe ich, wirft sehr viele Fragen auf.
00:27:59: oder generell was muss man erziehen?
00:28:03: Wie soll man er ziehen?
00:28:05: Ich glaube das ist eine Generationenfrage dann.
00:28:10: aber deshalb ist ja gut dass man über sowas reden damit man weiß gibt da andere Zugänge dazu?
00:28:19: Wir werden auf jeden Fall die Veranstaltung gerne verlinken.
00:28:22: Auch die Termine, die sage ich jetzt gleich mal, siebter, fünfter und einundzwanzigster Fünfter von fünfzehn bis sechs zu nur dreißig.
00:28:32: Und genau den Link dazu gibt es dann in den Show Notes.
00:28:37: und auch deine Profile werde ich gern verlinken!
00:28:41: Dankeschön!
00:28:43: Im zweiten Teil von Zeit für mich haben wir immer auch eine praktische Übung und diesmal hast du was für uns mitgebracht.
00:28:51: Und ich bin da jetzt da, versuchst gar nicht
00:28:55: mehr.
00:28:56: Cool!
00:28:57: Ja es ist die Meditation, die ganz oft bei Achtsamessen eingesetzt wird dieser fünf vier drei zwei eins Methode wo wir unsere Sinne ganz bewusst benutzen Also alle fünf Sinne und wir gehen von fünf Dingen zu einem Ding, vom leichteren Sinn bis zum schwierigeren Sinn.
00:29:22: Dann möchte ich die einfach mal anleiten wenn das so okay ist.
00:29:27: Ja, für gern!
00:29:29: Wir müssen bei dieser Meditation nicht die Augen zu machen, klar zu Beginn sondern wir brauchen die Augen.
00:29:36: da.
00:29:36: kommst am besten einmal mit zweitiefem Atemzügen in bis jetzt in den Körper und dann nehmen wir unsere Augen zur Hilfe.
00:29:59: Und konzentrier dich da mal auf fünf Dinge nach der Reihe, die du sehen kannst.
00:30:07: Die du dir jetzt zwei Sekunden lang ganz genau anziehen kannst.
00:30:29: Dann nimmst du vier Geräusche wahr.
00:30:33: Jetzt brauchen wir die Ohren Dann sind wir bei Nummer drei Drei Empfindungen, die du irgendwo auf der Haut spüren kannst.
00:31:12: Dann zwei Gerüche.
00:31:14: Das sage ich immer man kann auch gerne den Körper zu Hilfe nehmen.
00:31:20: Und dann der Achselgug mag ich jetzt nicht.
00:31:23: Ja genau dein Fuß.
00:31:26: und das letzte ist dann der Geschmack im Mund.
00:31:31: Das freut vielen schwer wenn sie jetzt längere Zeit nichts konsumiert haben davor nix gegessen nix getrunken.
00:31:38: aber irgendein geschmack können wir meistens feststellen, auch wenn wir den nicht so genau einordnen können.
00:31:44: Einfach hinspüren.
00:31:46: Eissig!
00:31:46: Ich weiß schon nicht
00:31:49: wie es ist, wenn man Essen im Mund hat aber sie erinnert mich gerade daran.
00:31:55: Und so haben wir jetzt mal alle unsere fünf Sinne die wir ja am besten rund ums Essen einsetzen sollten einfach mal aktiviert ganz bewusst auf einen jeweils fokussiert Und so sind wir in der Achtsamkeit gekommen.
00:32:15: Stimmt, da gibt es ja auch diese Rosinenübung.
00:32:22: Die mache ich mit meiner Vorbildung immer ganz gerne.
00:32:27: Auch eine Achtsamtkeitsübung und ganz spannend wenn man sich dann nochmal so eine Rosine anschaut... ...und hört!
00:32:34: Ja?
00:32:35: Hört?
00:32:38: Genau Ihr.
00:32:39: ganz, ganz lieben Dank.
00:32:41: Sehr interessantes Thema!
00:32:43: Ich wünsch dir da ja wundervolle Begegnungen.
00:32:51: Und ich wünsche da noch einen schönen Urlaub.
00:32:53: Sag nochmal ganz liebendankt dass du dir dennoch Zeit genommen hast und dann verabschiedig mich bei all jenen die uns zugehört haben, zugesehen haben.
00:33:03: Danke schön!
00:33:06: Ein Podcast für Entspannung und Achtsamkeit
00:33:10: von Christina Kias in Kooperation mit dem Büro für
00:33:13: Diversität der Stadt St.Pölten.
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