#59 WirkRaum St. Pölten
Shownotes
Jeder Mensch trägt einen WirkRaum in sich. Einen Ort, an dem Ruhe, Mitgefühl und Verbundenheit entstehen können. Wenn wir diesen Raum in uns pflegen, fällt es leichter, auch anderen mit Offenheit und Menschlichkeit zu begegnen. Vielleicht beginnt Veränderung genau hier – mit einem bewussten Atemzug und einer echten Begegnung. Und für solche Begegnungen gibt es jetzt in St. Pölten auch einen öffentlichen Raum: den WirkRaum der Regional Caritas. Mit Antonia Titscher hab ich über die Vision hinter diesem Raum gesprochen, der für „Begegnen.Begeistern.Bewirken“ steht.
Offen ist der WirkRaum für alle Menschen, sei es um sich auszutauschen oder auch um Angebote zu nutzen. Der WirkRaum fördert sozialen Zusammenhalt, ein Miteinander verschiedener Generationen und ein zivilgesellschaftliches Engagement. So werden etwa Lernhilfen, Workshops und auch interkulturelle Treffen veranstaltet. Und im Sinne des eigenen Mottos pflegt der WirkRaum Nachbarschaftlichkeit mit dem Löwinnenhof.
Spätestens beim Linzerstraßenfest am 19. September kannst du den WirkRaum besuchen. Die Meditation im 2. Teil unseres Podcasts lädt dich ein, in deinen eigenen WirkRaum einzutauchen und dich dort zu verankern.
„Zeit für mich“ entsteht in Kooperation mit dem Büro für Diversität der Stadt. St. Pölten, erscheint an jedem 1. Im Monat überall dort, wo es Podcasts gibt und auf meinem YouTube Kanal als Video-Version. Wir freuen uns über dein Abo, Like und deine Kommentare: https://zeit-fuer-mich.podigee.io
Sprecherin: Mag. Christina Kiehas | YogenaYoga
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Kooperation: Büro für Diversität der Stadt St. Pölten
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Zu Gast: Antonia Titscher von der Regional Caritas
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- https://vimeo.com/caritasnoe
Musik: Herz – Arctic | Helge Waldherr
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Sprecher Intro: Bernhard Kiehas
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Transkript anzeigen
00:00:03: Zeit
00:00:04: für mich.
00:00:05: Ein Podcast
00:00:06: für Entspannung
00:00:06: und Achtsamkeit von Christina Kias in Kooperation mit dem Büro für Diversität
00:00:12: der Stadt St.Pölten.
00:00:17: Ja, eine herzliches Hallo!
00:00:19: Schön, dass du wieder mit dabei bist.
00:00:21: bei Zeit Für Mich Heute zu Gast ist die Antonia Ticca.
00:00:28: Sie ist Referentin bei der Regional Caritas und wir wollen uns heute über den Wirkraum in der St.
00:00:35: Böltener Linzerstraße unterhalten.
00:00:38: Antonia, bitte stelle ich mal kurz vor und dann kannst du gerne nach gleich auf den Wirkkraum eingehen worum es da geht und warum St.Bölten so einen Raum braucht?
00:00:52: Also danke Kristina dass ich euch heute da sein darf!
00:00:54: Danke für die Rendatung.
00:00:57: Wie gesagt, ich bin Antonia.
00:00:59: Ich darf im Wirkraum arbeiten und vom Grundberuf her bin ich Sozialarbeiterin.
00:01:05: Bin relativ kurz dabei also seit November erst und darf eben gleich dieses Projekt Regionalcharitas mit vorstellen und damit verbunden auch den Wirkraum.
00:01:16: der hat am zwanzigsten Mai in seinen Pölten die Öffnung gefeiert.
00:01:21: Es ist ein sehr schönes Büro, eine sehr schöne Wäumlichkeit in der Dinsenstrasse Nummer Sechzehn.
00:01:26: Also sehr zentral gelegen in der Innenstadt in St.
00:01:29: Wölten.
00:01:30: Der Raum war vorher sitz vom Franz-Zentrum und wir durften den.
00:01:35: dann sozusagen nachdem das Franz-Centrum weitergezogen ist dürften wir ihn für uns nutzen.
00:01:41: Das Besondere daran ist, dass das einerseits ein Büro ist und andererseits auch ein offener Raum für die Menschen, die sich in St.
00:01:51: Pölten bewegen – entweder die Menschen leben in St.-Pölten oder es sind sozusagen Leute auf der Durchreise, die auf unseren Raum aufmerksam werden.
00:02:02: Und die Idee ist eben, dass man unabhängig von Konfessionen alter Gender, sexueller Rentierung sich hier treffen kann, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und soziale Projekte zu starten.
00:02:15: Und ganz wichtig ist uns in dem Zusammenhang dass das nicht etwas ist, dass die Ideen sozusagen von oben kommen weil ich mir jetzt zum Beispiel überlege ach das braucht sein Pölten und deswegen mache ja Projekt dazu sondern die Ideien die kommen halt wirklich aus der Bevölkerung.
00:02:31: und das ist das Besondere am Wirkraum Und ich habe es jetzt auch schon vorher angesprochen.
00:02:37: Wir sind drei Kolleginnen, die dieses Büro besetzen.
00:02:42: Es ist einerseits der Arbeitsplatzfirma für mich und für die Regionalkaritas dann für meine Kollegin aus Farkaritas und dann noch eine Kollegin aus dem Bereich Asylundidikationen.
00:02:53: Und wir teilen uns sozusagen den Büroplatz.
00:02:57: Und dann gibt es eben einen Seminarraum und auch eine Küche.
00:03:01: Und die nutzen wir halt entweder für Gemeinschaftskochaktivitäten, den Seminarraum.
00:03:07: der kann für Workshops, für Besprechungen genutzt werden.
00:03:12: Wir haben drei separate Eingänge was das auch noch einmal fein macht.
00:03:15: Also es können auch mehrere Gruppen zur gleichen Zeit stattfinden.
00:03:20: Das ist halt auch das besondere Und es gibt nicht nur einen Eingang auf der Linzerstrasse, sondern es gibt halt auch einen Hofeingang.
00:03:30: Wenn man vielleicht auch nicht so gerne unbedingt gesehen werden möchte – wenn man jetzt aus irgendeinem Grund die Anonymität waren möchte, dann kann man das auch total gerne nutzen.
00:03:43: Du hast das angesprochen?
00:03:45: Das ist aus der St.-Beltener Bevölkerung heraus sozusagen... entstanden ist.
00:03:52: Vielleicht mögst du zu dieser Entstehungsgeschichte, zu den Hintergründen ein bisschen was erzählen?
00:03:59: Ja total gerne.
00:04:01: also beim Hintergrund muss ich vielleicht ein bisschen weiter ausholen nämlich der Grundgedanke für den Wirkraum war, die gesellschaftliche Entwicklung, die wir vielleicht im sozialen Bereich arbeiten.
00:04:15: Wir ruflich mitbekommen aber auch auf einer großen zum großen Teil auch privat nämlich dass es das wir in unserer Gesellschaft gewissen Veränderungen gegenüberstehen, dass immer mehr Menschen unabhängig von ihrem Alter also sehr junge Menschen von Einsamkeit betroffen sind dass Menschen vielleicht auch spüren, dass die Solidarität oder das Thema der Solidariteit anders gelebt wird.
00:04:44: Und dass Menschen aber trotzdem eben dieses Inherente, dieses Bedürfnis haben mit anderen Menschen in Kontakt zu sein und sich auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln oder auch Leidenschaften nachgehen zu dürfen und Ideen umzusetzen.
00:05:02: Dieses Thema Solidarität in der Nachbarschaft ist bei der Caritas ein relativ altgedientes Thema.
00:05:08: Das hatte früher einfach seinen Platz in dieser sehr klassischen Pfarrarbeit, da wo die Pfarre als einen Mittelpunkt für viele Menschen der Bevölkerung fungiert hat.
00:05:20: Drehscheibe für Informationen war für Ressourcen Und dass es einfach jetzt mit der gesellschaftlichen Entwicklung, wie sie sich darstellt in den letzten Jahren Jahrzehnten ist die Pfarrer einfach nicht mehr für alle Menschen ein Andockpunkt oder passt in die Lebenswelt von Menschen.
00:05:40: Deswegen ist dann aus dem heraus, weil ja das Bedürfnis nach Solidarität Nachbarschaftshilfe kein anderes geworden ist, vielleicht ein bisschen anders geworden.
00:05:54: Und da kommt dann die Regionalkarte sozusagen ins Spiel, es gibt dann quasi nicht mehr die Vernetzungspartnerinnen der Pfarrer und des Pfarrgemeinerats sondern daran an diese Stelle treten dann quasi PartnerInnen aus der Gemeinde eventuell politische PlayerInnen Kulturzentren Bildungseinrichtungen.
00:06:16: also wir dürfen uns auf das sozusagen konzentrieren.
00:06:20: in der Regionalkarte
00:06:23: Spannend!
00:06:25: Ihr habt ein sehr klingendes Motto Begegnen, begeistern und bewirken.
00:06:33: Wie würdest du das in den Eidtag integriert sehen?
00:06:40: Also Begegnene heißt dass sich bei uns wie ich schon vorhin angesprochen habe Menschen begegnen können unabhängig von Alter, Sexualität, Konfession.
00:06:54: Aufenthaltstitel.
00:06:56: also dass das wirklich ein Raum ist für Sankt-Pöltenerinnen bzw.
00:07:00: Menschen die sich in Sankte Pölten aufhalten und dass sie sich dort begegnen können in welcher Form auch immer und dass man gemeinsam bewirkt, nämlich dass man gemeinsame Ideen an Ideen arbeitet von Ideen zu Aktionen kommt oder zu Initiativen kommt.
00:07:19: Und die dann von uns begleitet werden dürfen sozusagen und das wir dann auch hoffentlich einen gesellschaftlichen Wandel zur Mehr Solidarität in der Gesellschaft hin wieder bewirken können.
00:07:34: Das wird ja auch einen Teil dazu beitragen
00:07:36: dürfen.
00:07:38: Es ist
00:07:38: so dieser Drei-Satz, der für uns dieses schöne Motto darstellt.
00:07:43: Ja es ist wirklich ein berührendes Motto.
00:07:49: Du hast ja schon gesagt dass da sehr unterschiedliche Menschen zu euch finden.
00:07:52: vielleicht kannst du ein kleines Bild geben oder hast du eine Begegnung auch im Sinn?
00:08:03: Also wir... Wir haben momentan an drei Wochen Tagen in der Woche geöffnet.
00:08:08: Das ist das, was wir gut abdecken können mit unseren drei Tellzeit-Anstellungen und wir schauen noch dass wir diese Öffnungszeiten sehr konsequent einhalten können.
00:08:18: Geöffnet ist Dienstag und Donnerstag Mittwoch Vormittag und donnerstag Nachmittag.
00:08:24: Und es gibt aber immer wieder auch Wochenendeaktionen oder auch dann Aktionen an Montagen oder Freitagen.
00:08:31: und die Leute wenn die Tür offen ist Geht es wirklich von Teilnehmerinnen, von Angeboten?
00:08:39: Von der Sydon-Integration die reinkommen weil's eine Aktion gibt oder weils ein Konversationsangebot gibt.
00:08:46: Die kommen zu uns.
00:08:47: dann gibts diejenigen die bei der Auslage verweilen und damit lesen was da alles steht was da für Flyer drinnen sind.
00:08:57: Dann gibts Nachbarinnen die kommen um so ein bisschen zu verschnaufen auf ihrem Weg Einkäufe zu machen.
00:09:06: Also es bildet sich eigentlich ein sehr diverses Bild heraus von Menschen, die reinkommen und die wir sonst eigentlich nicht kennen gelernt hätten.
00:09:17: Und dann gibt's wiederum die Möglichkeit dass ich diejenigen Menschen treffen das es schöne Begegnungen gibt zwischen Zwischen jungen Menschen, die das Deutschangebot nutzen und dann auch wieder von Seniorinnen, die sich gemeinsam auf den Bank versetzen.
00:09:33: Und die dann so wiederum ins Gespräch kommen.
00:09:37: Und erzählen dir diese Menschen auch von ihren Bedürfnissen?
00:09:42: Also großes Thema ist wirklich das was wir vorher besprochen haben.
00:09:46: Großes Bedürfen ist ein Raum zum Zuhören zu haben wo man willkommen ist und der Einlädt auch zu bleiben, auch wenn man möglicherweise kein Beratungsthema, kein konkretes hat.
00:10:01: Der sozialen Arbeit- und den sozialen Einrichtungslandschaft dieses Jahr natürlich oft so dass man mit einem Anliegen kommt.
00:10:07: das wird dann geprüft.
00:10:09: ist diese Stelle zuständig oder ist sie nicht zuständig?
00:10:12: und gegebenenfalls wird man dann noch weiter vermittelt was er sehr sinnvoll ist.
00:10:19: und wir dürfen uns den Luxus erlauben, dass sich Menschen auch bei uns versammeln können die jetzt möglicherweise kein konkretes Berattungsanliegen haben.
00:10:32: Also die wirklich kommen um zu plaudern oder sagen ich bin einsam zu Hause oder können wir miteinander Deutsch sprechen?
00:10:41: Oder ich komme gerade könnte ich ein kleines Wasser haben.
00:10:46: Also es gibt, man weiß eigentlich nie welche Personen mit welchen Anliegen zur Tür hineinkommen.
00:10:53: Und gerade als Sozialarbeiterin ist es vielleicht auch wieder ein Stück weit sich zurückzunehmen wenn wir dann manchmal darauf geschult sind... gleich zu identifizieren, was ist sozusagen das präsentierte Problem oder wo gibt es einen Beratungsbedarf?
00:11:10: Wie können wir beraten tätig sein und oft auch dieses Einfachaushalten von Was kommt und geht vielleicht auch einfach nur um Begegnung.
00:11:19: Das ist total wertvoll!
00:11:22: Du hast es auch schon angesprochen.
00:11:24: und jetzt nochmal dieses Wort Begegnung und auch das Wort Einsamkeit.
00:11:32: Ich vernehm es als wachsendes Thema.
00:11:34: Ich glaube, das ist ein bisschen der Social Media-Welt geschuldet.
00:11:40: Das ist etwas wieder sinnig, weil ja die große Vernetzung, aber ich glaube dadurch sind Menschen oft wirklich auch, die vielleicht nicht so eingebunden sind in dieses System alleine und wir erlebst du das in St.
00:11:57: Paulten?
00:12:00: Da muss ich vielleicht auch ein bisschen ausholen.
00:12:02: Also wir haben im Vorfeld... Unseres Einzugsinn in Wirkraum haben wir gesagt, wir möchten gerne um eben diesen participativen Zugang Rechnung zu tragen.
00:12:13: Wir möchten eine aktivierende Befragung machen so wie es in der Sozialraumorientierung eine Methode sein kann, um Gemeinwesenarbeit oder soziale Orientierung zu arbeiten.
00:12:25: und da geht's halt eben wirklich darum dass man in ein Feld geht Bedarfen, Bedürfnissen, Wünschen fragt für ihren besonderen Stadtteil.
00:12:35: Und die Entscheidung ist halt relativ schnell auf der Linzestrasse gefallen weil wir uns relativ schnell klar war dass wir vom personellen Angebot jetzt nicht St.
00:12:46: Pölten als Ganzes mit den fast sechzigtausend Einwohnerinnen abdecken können und auch da Bedarfe oder oder Wünsche erheben können gelungenes Miteinander, sondern dass wir uns im ersten Schritt einmal wirklich auf die Linzerstrasse konzentrieren.
00:13:00: Also genau dort wo wir unser Büro auch haben und die Linzerstraße ja auch eine Straßinzengpölten ist, die vielleicht in der Innenstadt eine relativ spezielle Rolle inne hat.
00:13:16: Also jeder der durch die Linze Straße geht, hat ein Bild zur Linze Strasse.
00:13:26: Da haben wir wirklich an Türen geklopft über den vier Kolleginnen.
00:13:29: Wir haben uns mit Postwurf angekündigt, dass wir kommen und dann wirklich an die Tür klopfen.
00:13:34: Das war für mich auch ein sehr neuer Aufgabenbereich, den ich vorher auch noch nie hatte.
00:13:41: Und wir haben halt wirklich anhand eines Leitfadens immer ins Gespräch gekommen und sind auch wirklich hauptsächlich auf offene Tünen gestoßen.
00:13:53: Es kamen viele Themen und die Themen, die halt wirklich herausgestochen sind.
00:13:58: Das war eben der Wunsch nach – ich kenne meinen Nachbarn eigentlich gar nicht!
00:14:04: Ich weiß nicht wer neben mir wohnt oder ich weiß erst, wer neben mich gewohnt hat als derjenige dann wieder ausgezogen ist und sich mit Umzugskartons am Gang gesehen habe.
00:14:20: Es gibt keiner sich dummisch wäre, mit meinen Nachbarinnen in Kontakt zu treten.
00:14:25: Das kam auch relativ häufig und
00:14:28: dann kam
00:14:29: so von der Innenstadt aus einfach der Wunsch nach grünen Oasen in der Innen Stadt also nach Bäumen die im Freien sind, die begrün sind wo es keinen Konsumzwang gibt und wo man verweilen kann.
00:14:45: das war auch ein sehr sehr großes Themengebiet, das wir oben
00:14:51: haben
00:14:52: und da kann ich dann vielleicht in späterer Folge mehr darauf eingehen.
00:14:56: Weil wir da schon ein Projekt gestartet haben – es ist eine Kooperation gewesen oder ist eine Um Ressourcenteilen, um den Bedarf oder um den Wunsch nach Nachbarschaftstisch, nach einem gemeinsamen Mittagstisch.
00:15:15: Die besondere Form der Einsamkeit die gerade junge Mütter oder junge Eltern erleben, mit dem sie zu Hause sind, die eigentlich viel an die Wohnung gebunden sind und sich da einen Raum wünschen würden zum Austausch.
00:15:29: Interessant!
00:15:31: Jungemütter, ja?
00:15:34: Dann gab es natürlich auch diese Unteranführungswerchen, Klassiker.
00:15:37: Wir wünschen uns ein kreativ Angebot.
00:15:42: da gibt's jetzt, da greif ich auch ein bisschen vor der wird es jetzt ein Nähprojekt ab Herbst geben.
00:15:46: das haben wir dann so aufgegriffen.
00:15:48: also kreativer Wunsch kreative tätig zu sein.
00:15:52: mit anderen Menschen würde dann noch die Sprachbarriere wegfallen was Was natürlich ein weiterer Vorteil ist, das ist dann wirklich für alle Menschen offen.
00:16:01: Dann hat meine Kollegin aus dem Integrationsbereich zwei Konversationsangebote installiert die auch für alle Leute offen sind Und da wird einfach zu einem Team erzählt in deutscher Sprache.
00:16:19: Da ist dann auch nicht von Bedeutung, ob Deutsch die erste Sprache ist oder eine erlernte Sprache, eine Spinserlerntesprache.
00:16:31: Jetzt stelle ich dir eine persönliche Frage was bedeutet solidarischer Zusammenhang?
00:16:38: Oder vielleicht auch sozialer Zusammenhalt für dich persönlich?
00:16:46: Für mich bedeutet es, glaube ich in erster Linie Ressourcen die vorhanden sind zu teilen und es bedeutet für mich Teilhabe an gesellschaftlicher Entwicklung.
00:16:59: Und ich merke es jetzt ganz konkret im Wirkraum, also wir befinden uns in der Innenstadt in einer roten Hitzezone.
00:17:06: Es wird bei uns sehr heiß, das merke ich auch gerade an Wochen wie beispielsweise Ende Juni der Fall war, dass es wirklich viele Menschen gibt die ... denen in den Wohnungen leben, die sie nicht kühlen können oder auch nicht gut verdunkeln können.
00:17:24: Und wo gehen dann diese Menschen hin?
00:17:26: Also es gibt ... Es hat viel für mich eben mit einer Gerechtigkeit der Verteilung von Ressourcen zu tun und das spüre ich ganz stark.
00:17:35: Das spüre Ich auch im Wirkraum total stark muss ich sagen.
00:17:42: Okay.
00:17:44: Ich möchte noch auf die Kooperation mit dem Löwinenhof zu sprechen kommen.
00:17:50: Warum ging es denn da und ist dir da was im Speziell hin in Erinnerung geblieben?
00:17:54: Entschuldige, das ist jetzt noch jemand reingekommen.
00:17:59: Könntest du bitte die Frage stellen?
00:18:01: Ja natürlich!
00:18:02: Also es gab... Das ist ja sehr... Es
00:18:06: ist sehr regelbar.
00:18:07: Ja,
00:18:08: das is ja schön.
00:18:09: So ein Verzerrung.
00:18:13: Kein Problem.
00:18:14: Jetzt muss ich dir gleich erst bei euch was los ist.
00:18:19: Auf Einsernten nach Einsertern wirken
00:18:22: Genau.
00:18:23: Ich wollte noch auf die Kooperation mit dem Löwinenhof zu sprechen kommen, da gab es ja eine, wo HUMSTAR ging und was dir im Speziellen in Erinnerung geblieben ist.
00:18:34: Also das Projekt läuft noch?
00:18:35: Das ist das Projekt der Blaue Berg an Möglichkeiten... Das ist eigentlich in dem Zuge entstanden, dass wir uns als Nachbarinnen immer beschnuppert haben.
00:18:45: Also der Wirkraum und den Löwinnenhof – wir haben es einfach einmal vernetzt, haben darüber geredet was macht ihr?
00:18:52: Was machen wir?
00:18:53: Und wir sehen sie ja als totale Bereicherung das wir solche Nachbarinnen haben die auch die Freiheit haben ihren Hof zu gestalten nämlich den zweiten Hof.
00:19:03: Wir haben den ersten Innenhof da geht unsere Küche hinaus.
00:19:07: Den dürfen wir leider nicht.
00:19:10: Mit jetztem Stand dürfen wir uns da leider nicht verwirklichen, aber dann den zweiten Hof und da wollten wir einfach teil sein.
00:19:16: Besonders weil auch schon sich abgebildet oder abgezeichnet hat das bei der befragung, bei der aktivierenden Befragungen rauskommt dass es um grüne Räume in der Innenstadt geht die für alle offen sein soll.
00:19:31: Und es gab dann das Material vom Löwinnenhof.
00:19:36: Das sind alte Schulbänke die ungestaltet worden sind mit einer Arbeitsgruppe gemeinsam.
00:19:43: Die Arbeitsgruppen ist gerade ins Rumor-Pause, aber im Herbst – ich weiß jetzt noch nicht genau wann – aber im herbst wird es dann sozusagen feierlich eröffnet dieser Hof.
00:19:54: Es hat sich jetzt schon sehr viel getan.
00:19:57: Es gibt eben diese Sitzmöglichkeiten schon.
00:20:00: Es ist wirklich begrünt worden.
00:20:02: Es gab einen Symposiumsauftakt, der war Ende Mai.
00:20:08: Da haben auch viele, da gab es auch viele Redebeiträge.
00:20:12: Da war die Stadt involviert in Stadtsankhölten.
00:20:14: Es war eine Stadtplanerin involvierte.
00:20:17: Es hat ganz viele verschiedene Inputs gegeben wie dieser Hof bestmöglich genutzt werden kann.
00:20:24: Und das war einfach ein großer, artiger Prozess.
00:20:27: Der Wirkraum war da vertreten mit einem Community-Cooking.
00:20:32: Das war so unser Beitrag zu dem Ganzen und ich bin tatkräftig in der AG dabei.
00:20:38: Also ich habe... Ich hab dann zum Beispiel fürs Wochenende für's Gießen eingeteilt.
00:20:46: Es gibt Kooperationen und es ist halt auch total schön weil wiederum der Löwinnenhof Ressourcen hat die wir jetzt in unserem Büro einfach nicht haben.
00:20:54: Also es gibt ein ganz anderes Lager, sie sind ganz anders aufgestellt, sie helfen uns tatkräftig mit Geschirr, mit Liegestühlen und Sonnenschirmen.
00:21:05: Das ist wirklich ein total schönes Miteinander.
00:21:08: Es entspricht eigentlich auch schon deiner Vorstellung von Zusammenhalt und diesem Ressourcenteil?
00:21:17: Genau!
00:21:19: Es kommen auch total viele Leute, die man dann einfach so aus den Pölten kennt.
00:21:23: Die kommen dann einfach rein und besprechen dann zum Beispiel das Linzer Straßenfest, das am neunzehnten September startet.
00:21:30: Und es ist einfach schön einen Raum bieten zu können für Besprechungen auch relativ spontan einen Café anbieten zu und sich einfach abzustimmen, weil ja jeder und jede den Wunsch hat dass die Linzer Straße ein lebenswerter Ort für möglichst viele Menschen ist.
00:21:49: Da gibt es ganz ganz viele Initiativen.
00:21:51: wo wir Teil davon sein können können wir ja nicht alles umsetzen, was wir gerne wollen würden.
00:21:58: Es braucht ja viel Vernetzung es braucht auch manches an Outsourcing.
00:22:02: wenn die Expertise einfach vielleicht woanders liegt ist das halt total schön dass man sich vernetzt und dann so zu zu sein zu den Ergebnissen kommt die man sich so gesamt wünscht.
00:22:16: ich sehe schon also Vernetzung wird recht groß geschrieben und ist sicher auch in der Zukunft etwas ruhiger Das Netzwerk noch erweitern wollt.
00:22:29: Gibt es ganz konkret so ein Projekt, wo du sagst das liegt dir im Herzen oder das ist schön?
00:22:35: Das wartet in der Zukunft auf dich!
00:22:39: Es gibt einige Projekte, das was uns gerade so im Sommer beschäftigt ist die Fürüberrettung aufs Linzer Straßenfest.
00:22:45: Das sind wir immer am neunzehn September vertreten.
00:22:47: also wir öffnen unseren unseren Hof eins Wir backen einerseits linzer Augen das ist ein Workshop Also relativ passend für das Linser Straßenfest Ein süßer Beitrag den wir da auch leisten und es ist einerseits halt offen für Kinder mit eine Begeidperson aber genauso für Wachsene.
00:23:06: Und dann gibt es auch ein Pop-up Drahtspankel.
00:23:10: Das Drahtspankel ist eine Idee, die aus der Pfarrkaritas kommt und das Drahtsspankel wiederum stammt aus der Coronazeite wo der Babyelefant immer dazwischen sitzen musste zwischen zwei Menschen, die sich unterhalten wollten.
00:23:25: Und das Drahtspankerl ist aus dem entstanden zwei Personen im offenen Raum treffen können, auch die Distanzvorschriften einhalten aber sich trotzdem austauschen können.
00:23:38: Und das war verbunden mit Öffnungszeiten und einfach mit einer Plakette gekennzeichnet.
00:23:43: also wer hier sitzt möchte plaudern oder darf angesprochen werden.
00:23:48: Das ist ja auch immer so ein bisschen... Wenn man sich im öffentlichen Raum aufhält, möchte man angesprochen werden und nicht angesprochen wird.
00:23:56: Das entfällt dadurch, dass man sich auf einem Drahtspankerl niederlässt.
00:24:01: Und die Idee haben wir dann so ein bisschen weitergesponnen und möchten jetzt mal eben mit einem Pop-up-Drahtspankel starten beim Linzerstraßenfest also.
00:24:11: wir werden andere in Erinnern einladen und auch Personen aus den Pölten hier am Drahtspankelplatz zu nehmen.
00:24:21: Das soll dann der Startschuss werden für ein Drahtspankerl, das dann auch wirklich bis in den Herbstwinter besetzt ist.
00:24:28: Ob das dann immer draußen stehen kann oder ob das Draht-Spankerlt nach drinnen wandert – das wird wahrscheinlich der Fall sein.
00:24:36: Aber das ist zum Beispiel so eine Initiative, wo ich einfach weiß da ist, dass es hundertprozent das was auch... Was ein Bedarf ist oder was als Wunsch geäußert worden ist, dem wir Rechnung tragen können.
00:24:53: Ja
00:24:54: wunderbar!
00:24:56: Da passiert ja einiges.
00:24:58: Schön dass man darüber sprechen, dass das auch wirklich... ich sage jetzt mal Menschen die nicht nur in der Linzerstraße wohnen sondern auch darüber hinaus, dass wir da ein bisschen den Raum öffnen und eben in die Linzer Straße einladen können.
00:25:11: Super!
00:25:16: Ich würde dann jetzt zum zweiten Teil unseres Podcasts kommen, wo wir ja immer auch eine praktische Übung haben.
00:25:23: Wir nennen es den Entspannungsteil und ich würde gerne heute da dieses Wort Wirkraum aufgreifen.
00:25:33: So als meiner eigenen Erfahrung heraus ist es auch ganz wichtig diesen inneren Wirkrahmen zu finden und sich dort auch niederzulassen um das quasi als Ausgangspunkt dafür zu nehmen im Außenzuwirken.
00:25:47: Und
00:25:48: da würde ich gerne eine Übung dazu anleiten, dass jede und jeder für sich jetzt mal so diesen eigenen Willkram erforschen kann.
00:25:58: Ich werde das gerne einleiten und dann schauen wir wo es uns alle hinführt!
00:26:04: Wir können das gern im Sitzen machen und kannst dazu deine Füße mal ganz bewusst auf dem Boden stellen die sozusagen ehren und auch am Sessel soweit vorrücken, dass wirklich die Füße den Boden berühren.
00:26:24: Und spür mal dem Boden unter dir!
00:26:31: Dann kommt von diesem Spüren zum Spürendes Sitzfläche.
00:26:42: Versuch auch bewusst dich aufzurichten... ...und ich aber gleichzeitig auch zu entspannen.
00:26:51: Spannen bedeutet, dass wir die Gesichtszüge locker lassen können, können auch die Augen schließen oder in einen nichtschauenden Blick kommen.
00:27:11: Das Kiefer darf sich entspannen und auch deine Bauchdecke.
00:27:24: Als Einstimmung wirklich auch den Körper zu erschließen, lade ich dich einmal drei tiefe bewusste Atemzüge zu nehmen und schau mal wie viel Raum du in dir da über den Atem generieren kannst.
00:27:40: Atme bewusst ein und lange aus!
00:27:48: Beim Einatmen kannst Du Dir sagen Ich komme in mir an.
00:27:55: Beim Ausatmen kannst du dir innerlich sagen, ich lasse Anspannung und Erwartungen los.
00:28:06: Atme noch mal bewusst ein!
00:28:09: Ich komme in mir an!
00:28:13: Und atme wieder aus!
00:28:14: Lasst Anspanungen und Erwartungen los!
00:28:25: Spür nun zum Herzraum hin.
00:28:28: Zum energetischen Herzen der sich... Also dieser Raum befindet sich unterhalb des Brustbeines dahinter Und ich lade dich nun dazu ein, über die Rückseite dieses Raumes zwischen den Schulterblättern einzuatmen und über die Vorderseite des energetischen Herzens auszuatmen.
00:28:54: Lass dich damit jedem Atemzug ein bisschen tiefer in deinem Herzraum nieder atme es zwischen den Schulterblättern ein und schaffst Raum für Dich.
00:29:10: Gehst Dich im Herzrahmen nieder und lässt los beim Ausatmen.
00:29:28: Wir haben ein paar Atemzüge auf diese Weise in den Platz, in deinem Herzen.
00:30:08: Und du nimmst nach einem letzten bewussten Atemzug in den Herzraum.
00:30:17: Nach dem Ausatman löst dich von der Atemführung.
00:30:23: Ich lade dich nun dazu ein, dich an eine Begegnung mit einem Menschen zu erinnern die sich für dich bereichernd angefühlt hat.
00:30:39: Lass sie an Bilden stehen!
00:30:47: Vielleicht wird dieses Bild auch von einem Gefühl der Wertschätzung oder Dankbarkeit begleitet.
00:30:56: Schau mal, was du fühlst wenn Du in dieser Begegnung denkst.
00:31:07: Wo im Körper kannst Du dieses Gefühl wahrnehmen?
00:31:17: Und wie fühlt es sich an?
00:31:20: Vielleicht ist da Wärme... Oder entsteht ein neues Bild vielleicht Ein Bild von Licht.
00:31:29: Lass Dich von diesem Gefühl berühren!
00:31:39: Lass einen Wirkraum in Dir entstehen.
00:32:05: Ich wünsche dir, dass du mit diesem Gefühl und deinem inneren Wirkraum in Verbindung bleiben kannst.
00:32:14: Wenn wir nun langsam die Sinne wieder nach außen riechen.
00:32:31: Danke allen an dieser Stelle fürs Zuhören, fürs Mitmachen, fürs mit dabei sein!
00:32:40: Und ich glaube da können wir auch eine Einladung aussprechen in den Wirkrahmen in der Linzerstrasse vorbeizuschauen zum Linkzer Strassenfest.
00:32:51: Vielen lieben Dank, Antonia für deine Zeit!
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