#61 Mobile Zuhörstation

Shownotes

Annemarie Krauß ist begeisterte Zuhörerin und daraus entstand die mobile Zuhörstation. Inspiriert wurde Anne von einem Hamburger Projekt, das in Zeiten von Corona entstand. Ihr ist bewusst, dass es vielen Menschen an einem offenen Ohr, einem Gegenüber mangelt, und genau für diese Menschen möchte sie da sein und einen Raum des Zuhörens öffnen. Die mobile Zuhörstation soll in St. Pölten verwirklicht werden, allen Menschen zugänglich sein. Aktuell werden auch Projekt-Partner:innen gesucht. Bei Interesse melde dich gerne bei Annemaie Krauß via annemarie.krauss@gmx.at

Im Entspannungsteil unseres Podcasts lade ich dich zu einer wunderbaren Zuhör-Übung ein.

„Zeit für mich“ entsteht in Kooperation mit dem Büro für Diversität der Stadt. St. Pölten, erscheint an jedem 1. Im Monat überall dort, wo es Podcasts gibt und auf meinem YouTube Kanal als Video-Version: https://youtu.be/vClWGiwzjzk

Wir freuen uns über dein Abo, Like und deine Kommentare: https://zeit-fuer-mich.podigee.io

Sprecherin: Mag. Christina Kiehas | YogenaYoga
- www.yogena.at
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- https://www.youtube.com/@christinakiehasgesundheisyoga
- https://www.yogaakademieaustria.com/über-uns/unser-team/christina-kiehas/

Kooperation: Büro für Diversität der Stadt St. Pölten
- https://www.facebook.com/diversity.stp
- https://www.instagram.com/diversity.stp

Zu Gast: Annemarie Krauß
- annemarie.krauss@gmx.at

Musik: Herz – Arctic | Helge Waldherr
- https://www.instagram.com/helgewaldherr

Sprecher Intro: Bernhard Kiehas
- https://www.instagram.com/bernhardkiehas

Transkript anzeigen

00:00:03: Zeit für mich, ein Podcast für Entspannung und Achtsamkeit von Christina Kias in Kooperation mit dem Büro für Diversität der Stadt St.

00:00:12: Pölten.

00:00:17: Ein herzliches Hallo!

00:00:18: Schön dass du wieder mit dabei bist bei Zeit Für Mich.

00:00:22: Heute zu Gast ist die Annemarie Kraus Und sie hat was ganz Besonderes kreiert nämlich eine mobile Zuhörstation.

00:00:31: Beziehungsweise möchte ich fast selbst sagen, sie ist die mobile Zuhärstation.

00:00:37: Ja liebe Anne, schön dass du dir Zeit nimmst.

00:00:42: woraus ist eigentlich so dein Bedürfnis entstanden das du sagst?

00:00:48: Ich möchte zu einer mobilen Zuhöhrstation werden.

00:00:53: Hallo Christina!

00:00:56: Grüß dich.

00:00:58: Es ist in Corona-Zeiten, aus diesem Grund bin ich auf die Idee gekommen.

00:01:03: Ich habe ein YouTube-Video gesehen von einem Christoph Busch.

00:01:07: Das ist ein ehemaliger Schriftsteller aus Hamburg und der hat in Coronazeiten sich einen Kiosk gemietet am Hamburger Hauptbahnhof und hat da einfach die Türen geöffnet für Menschen, die ihm dann ihre Geschichten erzählen.

00:01:20: Und er wollte eigentlich ursprünglich im Buch schreiben über die Geschichten dieser Menschen Und hat dann aber festgestellt, die Menschen wollen einfach nur reden.

00:01:28: Die brauchen so dringend jemand zum Zuhören und somit hat er einen Zuhör-Kiosk eröffnet in Hamburg.

00:01:36: Dann habe ich mich in seine Geschichte eingelesen und festgestellt dass es genau das ist was ich im Prinzip mein ganzes Leben lang schon mache.

00:01:43: total unbewusst und irgendwie ganz natürlich mach' ich das schon immer und zwar wirklich war also von klein auf.

00:01:51: Ich habe glaube ich ein ganz großes Interesse an Menschen, an den Geschichten der Menschen.

00:01:55: Und zwar was wirklich so im Hintergrund ist.

00:01:58: Also ich gebe mich nicht ab mit dem Satz irgendwie Ja, Pas dé!

00:02:00: und ja alles okay sondern es interessiert mich immer wirklich brennend wie's denn wirklich hinter den Kulissen aussieht.

00:02:07: sozusagen umso bin ich eben auf diese Idee gestoßen und dachte mir das möchte ich wahnsinnig gerne selber auch für mich umsetzen mit meinem Konzept.

00:02:18: Allerdings eben mit dem Zusatz, dass ich es ganz gerne mobil machen möchte weil ich so sehr zum Beispiel eben auf.

00:02:24: was mir sehr vom Herzen liegt sind ältere Menschen die im Altenheim liegen und sie können nun mal nicht mehr irgendwie in die Innenstadt oder an irgendein Ort hinkommen sondern da würde dann eben ich zu denen hinkommen.

00:02:36: und aus diesem Grund hatte ich dann die Idee das sich das ganze mobil macht oder eben auch also dass ist eine Variante ist genau

00:02:45: Wir reden da ja im Prinzip jetzt mal, glaube ich auch unter anderem vom Raum Sankt Bölken.

00:02:52: Ich sage bewusst unteranderem aber in Wahrheit wird es auch sozusagen Sankte Bölten betreffen.

00:02:59: Im Vorgespräch haben wir uns ein bisschen miterhalten darüber dass du den Eindruck hast und ich meine das ist auch ein Faktum Dass die Gesellschaft so zu sagen einsammeriert.

00:03:14: Worauf fühlst du denn dieses Manko an einem realen Gegenüber zurück?

00:03:22: Ja, ich glaube wirklich war.

00:03:23: also auch wenn es langsam schon so platt getreten ist.

00:03:26: aber ich glaube das ist wirklich was... Also die sozialen Medien, die uns da dermaßen viel rauben!

00:03:31: Wenn ich an meine Jugend denke wir saßen einfach stundenlang irgendwo und haben geredet, uns ausgetauscht.

00:03:39: Was haben wir nicht alles gesprochen?

00:03:41: Und ich glaube, dass es heutzutage wirklich war übel.

00:03:44: Also auf der einen Seite natürlich ist das eine große Wissensquelle und man hat ständig sämtliche Informationen in Sekundenschnelle aber ich glaube das ist so eine Reizüberflutung auch und man hatte dadurch irgendwie ... also groteskerweise immer weniger Zeit.

00:03:59: Also, die Menschen sind so überlastet und überflutet mit Wissen und Informationen.

00:04:04: Und was könnte ich nicht noch alles machen?

00:04:06: Und irgendwie da geht völlig der Blick verloren für den Gegenüber.

00:04:11: Wie geht es denn eigentlich mal im Nachbarn?

00:04:13: Wie geht's dem Mensch, der mir gerade auf der Straße begegnet?

00:04:18: Ich glaube das ist wirklich ... Man kann schon fast zeigen wie eine Art neuer Krankheit.

00:04:23: So eine Krankheit, die sich durch die Bevölkerung zieht Und jeder ist nur noch zurückgezogen, dann natürlich ganz viel Homeoffice.

00:04:31: Ich weiß es nicht.

00:04:31: also ja irgendwie habe ich den Einsatz der wirkliche Austausch unter den Menschen da geht so verloren und ich denke eben wirklich war.

00:04:40: also das ist bis gar nicht mehr nur dieses egoistisches sondern einfach dass die Menschen so überreizt sind.

00:04:47: Da würde ich so gerne mal den Druck rausnehmen und sagen, macht mal langsam.

00:04:51: Und schaut mal dem Gegenüber einfach mal in die Augen und lächelt einfach mal den Menschen auf der Straße an.

00:04:56: und einfach mal die Frage, wie geht es dir denn?

00:04:59: Was bewegt dich?

00:05:02: Ja ist ein schöner Zugang.

00:05:05: Interessant!

00:05:08: Ich gehe jetzt mal davon aus und du hast es auch schon angesprochen, dass du beim Zuhören ja schon Erfahrungen gesammelt hast.

00:05:15: Und gibt es da eine Begegnung, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

00:05:23: Also ganz ehrlich gibt's unglaublich viele wunderschöne Begegnungen.

00:05:27: Aber witzigerweise habe ich ein ganz aktuelles Beispiel von gestern früh!

00:05:33: An der Bushaltestelle, ja das war so ein Paradebeispiel.

00:05:36: Da stand

00:05:36: eine

00:05:37: liebe ältere Dame an der Bushaltsstelle und sie hat mich ganz besorgt gefragt ob ich wisse wie beteuert die eine Busverkarte sei.

00:05:46: und dann sage ich es tut mir leid ich kenne mich da nicht so gut aus.

00:05:49: Und dann

00:05:49: habe ich hier

00:05:50: einfach nur fünf, sechs Minuten bis der Bus kam.

00:05:52: Habe ich ja einfach nur zugehört und sie war so in Verzweiflung weil sie nicht wusste wie sie jetzt ihre Erledigung machen soll und sie muss da und dahin und sie weiß nicht ob das Busticket bis da und da reicht.

00:06:01: Ich habe mir einfach nur zugehört.

00:06:02: Ich hab es angeguckt mit offenen wachen Blick und einfach zugelächelt und habe sie reden lassen uns hier im Gespräch.

00:06:10: in diesen fünf Minuten kamen Sie selber auf die Lösung und dann meinte er sich so ah ja ne ne dann mache ich das besser so und so und dann weiss ich jetzt welche Richtung.

00:06:17: Und dann hat sie mich angelächelt und hat sich dafür bedankt.

00:06:20: Dann sagt sie, danke schön jetzt weiß ich wie ich es mache!

00:06:24: So was meine ich und das ist so simpel.

00:06:27: aber es geht wirklich einfach darum den anderen ausreden zu lassen ihn einfach wirklich war anzunehmen mit dem was er hat.

00:06:33: und ja also vielleicht wäre das für jemand Anderen irgendwie nur eine blöde Kleinigkeit gewesen Aber für Sie war es eben etwas ganz wichtiges in diesem Moment und es hat ihr Sorgen bereitet und sie musste das einfach aussprechen.

00:06:45: Dafür glaubst du mal ein Gegenüber, der zuhört.

00:06:48: Und

00:06:48: das hat zum Beispiel eine richtig schöne Begegnung und es hat mich so gefreut.

00:06:52: Das kann ich nachempfinden.

00:06:53: schön!

00:06:56: Was würdest Du denn sagen?

00:06:58: Für wen eignet sich die mobile Zuher-Station?

00:07:01: und Du hast doch schon Institutionen angesprochen.

00:07:04: also vielleicht dessen nochmal konkretisieren?

00:07:09: Also prinzipiell natürlich für wirklich jeden Menschen Ob klein, ob groß, egal welcher Hintergrund welche Geschichte.

00:07:20: Ich habe einen ziemlich bunten Lebenslauf und bin deswegen erfahren in allen möglichen Berufsgruppen sage ich auch mal.

00:07:28: Und ich hab zum Beispiel viele Jahre in der Schulsozialarbeit gearbeitet und war mit den Kindern und Jugendlichen im Kontakt.

00:07:34: Ich aber auch mit Eltern schon gearbeitet.

00:07:35: Ich selber bin eine alleinerziehende Mutter Sozialbau gelebt für Alleinerziehende Mütter und da war auch Thema Einsamkeit riesengroß.

00:07:47: Also daher kann ich sagen, dass es wirklich war egal wuscht für wen, für wirklich jeden Menschen, egal mit welchen Themen auch und egal auch für welche Institutionen.

00:07:58: also ich denke dann natürlich vor allen Dingen erst mal an Altenheime, an Krankenhäuser, an Palliativstationen genauso aber auch wie an Frauenhäuse, an Mutterkindhäusa, an Jugendzentren.

00:08:11: Ich würde zum Beispiel auch so gerne eine mobile Station an dem Friedhof aufstellen.

00:08:16: Da ist unglaublich viel Redebedarf!

00:08:19: Mir geht es eben darum, dass das unkompliziert sein soll.

00:08:22: Es ist ein niederschwelliges Gesprächsangebot.

00:08:25: Es geht nicht um eine Diagnose, es ist keine Therapie und das ist mir so wichtig, dass wirklich jeder Mensch der jetzt in diesem Moment des Bedürfnis hat den Ballast loszuwerden im Inneren, dass er das auch kann und zwar völlig unbürokratisch ohne irgendwelche Anträge zu stellen eben dann eine Diagnose zu erhalten, sondern wirklich das einfach mal rauszulassen.

00:08:48: Was ihn jetzt gerade in diesem Moment so sehr beschäftigt und also es zieht sich durch sämtliche Völkerungsgruppen.

00:08:54: und ja wie gesagt was mir auch sehr wichtig ist, dass müssen nicht immer große Themen sein wie zum Beispiel die Dame gestern an der Wussaltestelle Ja, also es dürfen auch gerne die kleinen Sachen sein oder auch die schönen Geschichten.

00:09:09: Und wie gesagt, da denke ich eben vor allem an die älteren Herrschaften, die irgendwie alleine und verlassen in ihren Altenheimen liegen und gar niemandem mehr haben zum Sprechen, zum Reden, zum Erzählen?

00:09:20: Ja!

00:09:22: Und du würdest aber auch gerne mit Institutionen zusammenarbeiten, gell?

00:09:26: Also dass die Stadtbibliothek glaube ich ist ein Anliegen

00:09:30: z.B.,

00:09:32: Genau, richtig.

00:09:33: Ich habe jetzt die vergangenen Wochen ganz viele Institution in St.-Pölten angeschrieben und bin mit einigen auch schon im Austausch richtig.

00:09:40: Also ich denke an die Stadtbibliothek eben auch der Wirkraum der Caritas in der Linzerstraße Frauenhaus Altenheime Schulen.

00:09:50: ja.

00:09:51: also da wünsche ich mir wahnsinnig sehr eine Kooperation weil ich glaube es ist so ein Bedarf eben und wie gesagt egal ob das jetzt Kinder in der Schule sind oder eine alleinerziehende Mutter, die Alten im Krankenhaus.

00:10:05: Also ich glaube es ist so unglaublich viel Redebedarf und aus diesem Grund kam ich eben auf diese Idee das Mobil zu machen und genau da einfach hinzufahren.

00:10:15: Meine ganz große Vision für die Zukunft ist ein ausrangsiertes Feuerwehrauto.

00:10:21: Das würde ich mir gerne blau anmalen und damit und das nenne ich dann alles supermobil Überall hin oder auch einfach nur in einer kleinen Gemeinde irgendwie auf dem Marktplatz, dass ich da stehe mit meinem blauen Zuhörmobil.

00:10:38: Das hat früher die Brände in den Häusern gelöscht und jetzt lischt es einfach die Brende, die man auf der Seele hat.

00:10:44: Weil man diesen inneren Ballast nicht los wird und da brennt's auf der Sele und das wäre meine Vision für ihn zukünftig.

00:10:51: Es ist eine schöne Vision!

00:10:53: Und wieso die Farbe blau?

00:10:55: Ich meine, ich finde es interessant.

00:10:56: Weil Blau ordnet man jetzt auch zum Beispiel dem Keltschacht grad zu.

00:11:02: Ja, genau.

00:11:03: Ist schon immer meine Farbe!

00:11:06: Also ich trage Blau... Meine alte Wohnung habe ich komplett Blau gestrichen.

00:11:10: Ich liebe Blau!

00:11:13: Eher so ein bisschen in Richtung Türkis.

00:11:15: So Türkisblau irgendwie so ein wenig.

00:11:18: Das ist meine Farben

00:11:21: Spannend!

00:11:25: Du hast dann sicher auch Tipps, sag ich mal wie man richtig zuhört.

00:11:32: Und zwar... Ich habe so in den vergangenen Jahren an mehreren Workshops teilgenommen und Lehrgängen.

00:11:38: Das wird unter anderem ja gibt es ein paar deutsche Organisatoren die bieten das an.

00:11:43: Das nennt sich dann die Kunst des tiefen Zuhörens.

00:11:49: Es bedarf ein paar Übungen als selbstverständlich und zwar es geht einfach darum, dass man sich selber total frei macht von allen Vorurteilen die man hat oder so oft steckt man die Menschen direkt in irgendeine Schublade.

00:12:03: Oder eben ist natürlich viel zu sehr mit sich selber beschäftigt mit seinen eigenen Gedanken.

00:12:07: Und dann kann das Zuhören nicht wirklich funktionieren.

00:12:09: also man muss wirklich versuchen seine eigenen Themen völlig wegzuschließen für diesen Moment des Zuhörns unvoreingenommen und Urteil, also vorurteilsfrei sich auf den anderen einzulassen.

00:12:24: Und ihn wirklich war so anzunehmen wie er ist und ihm eben wichtig zu nehmen mit dem was er da jetzt erzählt.

00:12:29: ob das für einen selber wichtig ist spielt überhaupt gar keine Rolle und darum geht es glaube ich.

00:12:36: Das beobachte ich eben so oft.

00:12:37: wenn man spricht mit Menschen beobachtet man so oft der andere hat ein gar nicht richtig zu und der denkt eigentlich an seine eigenen Themen gerade in dem Moment Oder eben auch, er will so gerne einfach eine Gegenantwort geben.

00:12:50: Und dann kommt damit irgendein Beispiel von sich selber.

00:12:52: aber darum geht es ja in diesem Moment gar nicht.

00:12:54: Also ich glaube das ist die Kunst dass man sich von seinen ganzen Themen und Geschichten für diese Dauer des Gesprächs wirklich war komplett befreit und sich völlig vom ganzen Herzen auf den anderen einlässt.

00:13:08: Ich glaube, vielleicht ist es auch wichtig.

00:13:11: Zumindest ist das was ich selbst manchmal erlebe dass man ja gar keinen Rat bekommen möchte ähnlich wie du das vorhin beschrieben hast sondern eben diesen Raum bekommt.

00:13:25: Genau

00:13:26: Ja

00:13:27: Also ganz genau darum geht das eben und ich glaub Es gibt so viele Menschen die aus diesem Grund rauchen sie sich gar nicht so richtig ihre Geschichten zu erzählen weil sie eben befürchten Und der andere gibt dann einen besservisserischen Ratschlag, auch wenn er noch so gut gemeint ist.

00:13:43: Oder dann kommt Kritik oder dann kommt irgendwie nachher.

00:13:45: aber du könntest ja vielleicht auch mal so oder so versuchen und das will man gar nicht sondern man will es wirklich einfach mal los werden.

00:13:53: und das Schöne ist ja dass dieser schöne Prozess da im Inneren passiert Wenn man merkt ich darf jetzt wirklich einfach nur reden löst, also somit wird man innerlich dermaßen ruhig und die Gedanken können fließen.

00:14:08: Und somit kommt man meistens ja dann eben selber auf seine eigene Lösung und das ist ja das Schöne, indem er eben spricht und zwar wirklich war ganz fließend unruhig und ja ohne unterbrochen zu werden und somit kommen so oft eben ganz genau selber auf die Lösung oder ist zumindest einfach total erleichtert danach dass man es mal ausgesprochen hat

00:14:34: Weil das wäre nämlich meine nächste Frage, was es beim Gegenüber bewirkt wenn man diesen Raum öffnet und du hast jetzt schon eine ganz konkrete Wirkweise beschrieben.

00:14:46: Gibt's da noch etwas was du vielleicht beobachtet hast oder was dir wichtig ist zu erwähnen?

00:14:52: Also eine große Erleichterung stelle ich so oft fest weil ich glaube die Menschen Ja, trauen sich aus den verschiedensten Gründen eben oftmals nicht ihre Geschichte zu erzählen und draben das so lange mit sich rum.

00:15:05: Und zermatern sich den Kopf und sind da so gefangen mit ihren Gedanken?

00:15:09: Ich glaube es kann wirklich wie ein inneres Gefängnis sein wenn man da so einen schweren Gedanken mit sich herumträgt über Wochen hinweg.

00:15:17: Das ist so ein wunderschönes Gefühl der Erleichterung dass wirklich mal also laut ausgesprochen zu haben.

00:15:25: Ich weiß nicht, welcher Philosoph das war.

00:15:27: Aber der meinte ... Er war ein großer Fan von Selbstgesprächen, was natürlich auch hilfreich ist.

00:15:33: Es ist umso schöner und umso wichtiger, wenn man einen Gegenüber hat, den man erzählen kann.

00:15:38: Der wirklich war offen und freundlich anschaut und einen annimmt.

00:15:44: Das ist einfach diese Riesenerleichterung.

00:15:46: Dass dieser innere Ballast mal draußen ist?

00:15:50: Ja!

00:15:51: Also, ich vergleicht das auch oft wie mit so einer seelischen Recyclingstation.

00:15:56: Man trägt so viel Ballast mit sich um und man kann es aussprechen!

00:16:00: Und dann ist da drin dieser schöne Raum der plötzlich hell ist und leicht ist... Das ist sehr schönes zu beobachten.

00:16:09: Ja?

00:16:11: Was wünscht du dir denn, dass Menschen von der mobilen Zuher-Station mit nach Hause nehmen?

00:16:19: Da wünsche ich mir sehr, dass sie diesen inneren Frieden wieder verspüren, den Sie seit langer Zeit nicht mehr hatten.

00:16:28: Diese schöne Gefühl ich werde gehört Ich werde angesehen, ich werde angenommen mit meinen Themen egal welches Thema dieses Gefühl einfach so diese innere Sicherheit wieder zu bekommen das sie innerlich wieder aufgerichtet werden können.

00:16:42: Ja weil es eben so oft... Es erdrückt einen ja wirklich war so sehr wenn man diesen Ballast mit sich rumträgt und eben durch diese Erleichterung einfach wieder eine innere Aufrechthaltung zustande kommt.

00:16:57: Und aber eben vielleicht auch wäre es so schön, wenn das dann so ein Effekt wäre, dass der Mensch dann das wiederum weitergibt?

00:17:04: Weil er festgestellt hat wie schön es ist, wenn einem zugehört wird und dass er das dann vielleicht eine Woche später bei seinem Nachbarn genauso macht und dass das dann einen richtig schönen Domino-Effekt ist.

00:17:15: Das

00:17:17: wäre wunderschön!

00:17:20: Das klingt wirklich sehr visionär.

00:17:23: Wenn uns da jetzt jemand zugehört hat, wo wir schon beim Thema wären und gerne zu dir Kontakt aufnehmen möchte wie gelingt denn das am besten?

00:17:36: Genau derzeit ja leider erst mal nur über meine E-Mail Adresse.

00:17:42: ich bin wie gesagt seit einiger Zeit im Austausch mit den ganzen Institutionen in St.

00:17:45: Pölten und bin mir ziemlich sicher dass es in absehbarer Zeit die erste Station geben wird, aber leider eben derzeit wird es nur meine E-Mail Adresse sein.

00:17:56: Ich bin auch dabei mir eine Facebookseite einzurichten und auf Instagram dass man mich dann eben doch über diese sozialen Medien erreichen kann.

00:18:05: Ja vielleicht oder das man in der Zukunft noch ein Link irgendwie unter dieses Video einfügen kann?

00:18:09: Natürlich!

00:18:10: Und auf jeden Fall können wir deine E-mailadresse gerne unten angeben.

00:18:14: Sehr gerne!

00:18:16: Super!

00:18:19: Ja, dann kommen wir zum zweiten Teil von Zeit für mich und ich habe eine Übung gewählt nämlich den Summenden Bienenart im Bramari.

00:18:30: Der hat zum einen auch das Heißchakra, worüber wir schon kurz gesprochen haben anspricht und zwar über ein Summtom wo da eine Schwingung entsteht und gleichzeitig geht es aber auch darum nach innen zu hören.

00:18:45: also es geht auch ums Zuhören Und um das zu erleichtern, verschließt man seitlich die Ohren und die restlichen Finger kommen dann auf den Kopf.

00:18:57: Ansonsten versuchen wir uns aufrecht hinzusetzen, sozusagen die Aufmerksamkeit nach innen zu bringen.

00:19:04: Es ist auch eine Atemtechnik, die beruhigt durch diese Verlängerung des Ausatems, die zentriert und wo man bei sich ankommt vielleicht auch ein schönes Vorbereitungsritual.

00:19:18: Und wie gesagt, das spricht ihm auch unser Heißchakraanwos um Kommunikation geht.

00:19:24: Wobei Kommunikations nicht nur das Sprechen ist sondern ja auch das Zuhören.

00:19:29: Genau!

00:19:30: Ja und ich würde meinen dass wir da fünf Wiederholungen machen.

00:19:35: Das ist eine relativ kurze Übung die man immer wieder einbauen kann.

00:19:43: Natürlich kann man es auch länger machen.

00:19:45: Einladung, sich selbst zuzuhören und nach innen zu lauschen.

00:19:51: Gut!

00:19:52: Dann machen wir das gemeinsam.

00:19:57: Wenn du jetzt gerade an einem Tisch sitzt dann kannst du mal ganz bewusst deine Füße erden.

00:20:05: Dann dich auch bewusst aufrichten wenn du möchtest lehende ich gerne an?

00:20:12: Dann wird es wahrscheinlich was unter den Füßen benötigen.

00:20:16: So sind wir schön geerdet und aufgerichtet.

00:20:21: Dann können wir unsere Daumen mal so an die Ohren bringen, hier dann leicht verschließen.

00:20:27: Die restlichen Finger kommen auf den Kopf.

00:20:31: Der Mund ist geschlossen!

00:20:33: Die Zähne sind leicht aneinander also wirklich nur leicht.

00:20:37: das Kiefer wird entspannt.

00:20:40: Und der Atmen dann über die Nase ein und Tönen einen angenehmen Ton beim Ausatmen.

00:20:47: Ich zeige es einmal vor und dann machen wir's gemeinsam.

00:20:59: Dann so lang tünen, solange der Ausatm eben dauert.

00:21:03: Dann starten wir mal gemeinsam mit unseren fünf Durchgängen.

00:21:08: Wir atmen ein.

00:22:38: Kannst du denn gerne deine Finger lösen?

00:22:43: So nach innen hören bei dir bleiben.

00:22:56: Vielleicht hast du da jetzt einen inneren Anker gefunden von dem ausgehend zu... Ja, auf andere Menschen zugehen kannst und geruhen.

00:23:10: Ich bedanke mich fürs dabei sein, fürs Zuhören, zu sehen!

00:23:15: Und auch an dich liebe Anne ganz herzlichen Dank!

00:23:20: Danke dir Kristina, sehr schön warst, super!

00:23:24: Zeit für mich ein Podcast für Entspannung und Achtsamkeit von Christina Kias

00:23:30: in Kooperation

00:23:31: mit dem Büro für Diversität der Stadt St.

00:23:33: Pölten.

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